Handy Prepaid Karte

Die Vertragslandschaft im Bereich Handys und Telekommunikation ist ungeachtet aller Bestrebungen von diversen Internetportalen und Verbraucherschützern weiterhin kompliziert wie undurchsichtig. Dutzende Konditionen und Klauseln, verschiedene Preise und kryptische AGBs im Kleingedruckten müssten einen kritischen und um sein wertvolles Geld besorgten Kunden naturgemäß abschrecken. Insbesondere diejenigen, welche sich im Dschungel dieser Verträge und Zahlungslabyrinthe nicht auszukennen verstehen, verirren sich jedoch schnell aufgrund aggressiver Werbung bekannter Anbieter dorthin.

Die Folge sind schnell Überschuldung oder zumindest unnötige finanzielle Engpässe, weil z.b. die jungen Sprösse einer Familie die versteckten Nebenkosten ihrer Telefonierlust nicht einzuschätzen verstanden. Klar ist: Ein Vertragshandy lohnt selten und wenn überhaupt, dann nur für solche, welche schon seit Jahren sich innerhalb dieser Branche auskennen oder z.b. extreme Viel-Telefonierer sind und somit diese extra auf eigene Bedürfnisse zugeschnittenen Verträge nutzen können.

Doch allgemein wird somit erkennbar: Allein die Möglichkeit eines Prepaid-Handys scheint für die breite Masse des telefonierenden Volkes sinnvoll. Absolute Kostenkontrolle und -Transparenz sind nur ein wesentliches Pro-Argument zum Kauf eines Prepaid-Handys. Zwar sind zuvor in der Regel dreistellige Eurosummen zum Erwerb des gewünschten Mobiltelefons zu zahlen. Allerdings muss man danach nicht fürchten, an undurchsichtige Vertragsklauseln gebunden zu sein und somit in eine selten zu durchschauende Kostenfalle zu geraten.

Besser einmalig eine größere Summe investieren, um das schleichende Sterben eigener Finanzen zu vermeiden. Kosten allein sind jedoch nicht der Grund zum Erwerb eines Handys: Als erwachsene Person mag man recht geschult in Sachen Kostenkontrolle sein. Jedoch sind auch die Jüngsten unserer Gesellschaft schon fleißig am simsen, telefonieren und downloaden diverser Musik-Samples, Bilder und Gimmicks zur Unterhaltung des jungen Gemüts. Es ist sicherlich nicht anzunehmen, dass diese Kinder & Jugendlichen eine solche Kosten-Verantwortung ohne elterliche Kontrolle tragen können.

Diese Kontrolle kann bei Vertragshandys allerdings nur in Ausnahmen gewährleistet werden. Beim Prepaid-Handy wird jedoch durch den Kauf einer Prepaid-Karte bzw. deren Aufladung sichergestellt, dass über einen bestimmten Betrag nicht hinaus telefoniert wird: Kauft man z.b. eine Karte für 15 Euro, so kann man nach Verbrauch jener 15 Euro lediglich Notruf-Nummern wählen. Zwar impliziert dies auch einen gewissen Nachteil, dass man nach Verbrauch der Karte sich eine neue besorgen muss.

Doch besser nimmt man diesen Aufwand inkauf, anstatt ohne jegliche Transparenz und Kontrollmöglichkeit plötzlich Unsummen an Rechnungen zu erhalten. Nicht zuletzt gestalten sich Vertragsbedingungen und Ausstiegsklauseln bei Prepaid-Handys wesentlich einfacher, ist man doch nur indirekt an einen Anbieter gebunden. Daher empfielt sich jedem Normalbürger, insbesondere mit Nachwuchs der Kauf eines Prepaid-Handys mit entsprechender Karte.